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Bad Saulgau wird 819 erstmals als "Sulaga" in einer Urkunde Kaiser Ludwig des Frommen erwähnt. Darin wird die Schenkung der Kirche zu Saulgau an das Kloster Buchau bestätigt. Der Name Sulaga könnte keltischen Ursprungs sein. Sulis war die Göttin der heilenden Quellen. Wunschdenken? Seit 1977 fördert Saulgau Thermalwasser, 1984 öffnet das Thermalbad seine Pforten und seit 2000 trägt die Stadt den Namen "Bad Saulgau".
Erstmals wird das Kinder- und Heimatfest, das Bächtlefest, 1534 bezeugt. In dieser ältesten Nachricht wird nachgewiesen, dass dem Stadtwirt die Zeche für den "Bechtelinstag" gezahlt wurde. Der Bechtilinstag - auch Bechtletag, Bechtle oder Bächtle genannt - ist im alemannischen Sprachraum nach der germanischen Mythologie ein Tag zu Ehren der Göttin Berchta (die Glänzende, die Leuchtende), an dem die Kinder beschenkt wurden. Aus dem Jahr 1612 ist belegt, dass am 2. Januar Bechtelinstag gefeiert wurde. Nach dem Dreißigjährigen Krieg wurde das Fest auf den Gregoritag (Hl. Gregor, Schutzpatron der Schulkinder) am 12. März verlegt, der Name Bächtle wurde beibehalten. Die kalendarische Nähe zur Fasnacht lässt die Vemutung aufkommen, dass der Name der Göttin Berchta auch in den Begriffen Perchta bzw. Perchten stecke, was mit Verkleiden und Maskentragen und anderem Brauchtum verbunden ist. Unstrittig ist, dass Kinder immer im Mittelpunkt des Bächtlefestes standen, auch wenn seit dem 19. Jahrhundert im Sommer gefeiert wird. Die Formen des Festes haben sich im Laufe der Jahrhunderte gewandelt, geblieben ist das Fest selbst und die Freude von Jung und Alt am Bächtlefest, einem der traditionsreichsten Heimatfeste in Oberschwaben. All jene freuen sich auf dieses Fest, die Bad Saulgau einmal als Feststadt erlebt haben. |
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